Willkommen im Atelier
Gudrun Jakubeit

Von der Kraft der Zeichnung und dem experimentellen Prozess
Aus meiner architektonischen Herkunft habe ich eine eigene, malerische Handschrift entwickelt, in der Analyse und Intuition untrennbar miteinander verwoben sind.
Im Zentrum steht das Prozesshafte des Malens. Das Suchen und Finden. Das kontrollierte Setzen und wieder Wegnehmen. Das Zulassen und Annehmen des Unterbewussten während des Malens.
Meine Arbeiten entstehen im experimentellen Prozess. Viel Farbe fließt über große Papierbögen. Licht und Schatten werden gesetzt. Flächen und Linien gelenkt. Die expressive Farbe trägt die Emotionen – die Linien erzählen die Geschichten.
Stadtbilder, architektonische Räume und futuristische Lebensvisionen prägen mein künstlerisches Werk ebenso wie die Auseinandersetzung mit dem Selbst.
Architektur und Stadtbild
Schon mein ganzes Künstlerinnenleben fasziniert mich der gebaute Raum, seine Kulturgeschichte und das Leben darin. Historische Stadtpläne, Netzwerke aus Straßen, Plätze und Gebäuden bilden die erzählerischen Ebenen meiner Architektur- und Stadtbilder. Der Blick für das architektonische Detail und Materialien sowie die Liebe zur Schönheit der Orte prägen viele meiner Werke.
Ein wesentlicher Kern ist meine künstlerische Auseinandersetzung mit der Stadt Lüneburg.


Werkzyklus Analytiques
In dem fortlaufenden Werkzyklus Analytiques erforsche ich architektonische Strukturen und entwickle daraus "Hybride" zwischen Kunst und Architektur. Aus Plänen, Fotografien und Fragmenten entstehen vielschichtige Bildräume, die in einem Prozess aus Zerlegung, Schichtung und malerischer Transformation zunehmend ins Abstrakte übergehen.
Werkzyklus Stadtvisionen
Wie sehen unsere Städte in der Zukunft aus? Aufbauend auf der gewachsenen Stadt entwerfe ich Utopien. Künstlerische Visionen, die den aktuellen Diskurs aufgreifen, jedoch von mir frei von Konflikten und Machbarkeit formuliert werden. Mit Fantasie und künstlerischer Übertreibung wird der notwendige Wandel bearbeitet.


Werkzyklus Feuerpferde
Diese Serie zeigt mein unmittelbares, körpernahes Arbeiten. Ohne Vorzeichnung, auf rohem Leinen, in Spachteltechnik. Fragmentarische Konturen und grelle Farben und dynamische Gesten erzeugen innere Spannung. Ausgehend vom chinesischen „Feuerpferd“-Jahr wird die Figur zum Selbstbild.
Werkzyklus Insektenfrauen
In diesem Werken verschmelzen weibliche Figuren mit Insektenformen zu visionären Mischwesen. Rau gesetzte schwarze Konturen treffen auf feine Linien. Filigrane Farbfacettierungen spielen mit Ganz und Lichtreflexen. Vieles bleibt bewusst rätselhaft, ein offener Raum für neue Vorstellungen von Weiblichkeit und Zukunft.


Werkzyklus Porto
Während meines sechswöchigen Aufenthalts in Porto wandelte sich mein Arbeiten von der analytischen Zeichnung hin zu einer freieren, farbintensiven und emotionalen Malweise. Der Werkzyklus zeigt diese Entwicklung vom genauen Beobachten zum unmittelbaren Erleben der Stadt.
Landschaftsmalerei
Immer wieder zieht es mich in die Natur. Plein Air mit Staffelei und Skizzenbuch in die Heide, an die Elbe, ans Meer und in die Berge. Hier malt das Licht, die Farben kommen ins Fließen. Die Weite, der freie Blick auf den Horizont, der offene Himmel. Die Freiheit in der Natur spiegelt sich in der Farbenpracht und der großen Abstraktion meiner Malerei.
